
ich vergleiche im täglichen Leben beim Einkaufen, essen gehen, shopen oder spazieren den Unterschied meiner Kindheit und der heutigen......
Gut meine Kindheit ist noch nicht sooo lange, aber immerhin doch schon so an die 15-20 Jahre.
Was macht den Unterschied der heutigen Kindheit aus?
Sind das die Eltern die in der Erziehung versagen, den Kindern jeden Wunsch von den Lippen ablesen?
Oder einfach unsere Gesellschaft.....?????
Hier ein Beispiel aus dem täglichen Leben:
Es ist Freitag 17:20, es herscht Hochbetrieb in einem Supermarkt in Wien. Der Laden ist prall gefüllt und die Menschen tummeln sich zwischen den Regalen.
An der Kassa eine Schlange.
Vor mir eine junge Mutter mit einem etwa 3-4 jährigen Mädchen, welches sie für die Dauer des Einkaufes in den vorhanden "Wagerln" mit Kindersitz gesetzt hatte.
Ich stand also geduldig in der Schlange, das Kind im Wagerl mit Blickrichtung zu mir, musterte mich neugierig mit seinem "Dreh um Drink" Fläschchen in der Hand.
Einige Augenblicke später, begann die kleine langsam den Inhalt des Getränks, zu verschütten, ich konnte gerade noch ausweichen, sodass der Supermarkboden bekleckert wurde.
Darauf die Mutter zum Kind, "Melanie hörst du bitte auf".
Schön und gut dachte ich mir, und wartete weiter.
Nun begann das gleich nochmals, wieder konnte ich einen Schritt in der Schlange zurück machen, sodass ich nicht angeschüttet wurde. Das kleine Mädchen hatte einen "verschmitzten Grinser" dabei im Gesicht.
Die Mutter wieder: "Jetzt aber wirklich Melanie, hörst du jetzt bitte damit auf!!!!!
In einem Tonfall, der sich für mich nicht fordernd anhörte und auch nicht für die Anwesenden in der Schlange.
Dem Kind war das scheinbar wieder egal und machte munter weiter.
Die Mutter ignorierte das ganze dann dezent!!!!
Als ich endlich zum Ablegen meines Einkaufes am Förderband ankam, in einem unachtsamen Moment, "schüttete" mir das kleine Mädchen, den letzten noch vorhanden Inhalt seines "Dreh um Drink" Fläschchen auf meine neue Ledertasche sowie meiner Jeans.
Ich war also am rechten Hosenbein überseht mit diesem Fruchtsaft.
Daraufhin die Mutter wieder, "Melanie wie oft muss ich dir noch sagen, dass du damit bitte aufhören sollst"! Drehte sich zu mir um und schaute nur....
Kein "es tut mir leid" oder "entschuldigen Sie"!!!!!
Sie bezahlte, gab der kleinen noch nach einpacken des Einkaufes ein Keks und ging aus dem Supermarkt.
Ich stand nun Fassungslos da, mit meinem nassen rechten Hosenbein, und meiner Ledertasche.... auch die Supermarktbesucher hinter mir inklusive Kassiererin waren sprachlos.
Aus diesem Erlebnis habe ich folgendes mitgenommen.
Ich denke, dass Kinder sehrwohl Kinder sein dürfen aber sich auch an Richtlinien und das schon von klein auf zu halten haben.
Wenn ich an meine Kindheit zurück denke, kann ich mich erinnern, dass man 2mal geredet hat, und anschliessend bei weiterm nicht "folgen" Konzequenzen eintrafen.
Wie androhung eines Fernsehverbotes, Naschverbot etc.. sowie eine saftige auf den "Hintern".
Ein Teil der Kinder wächst doch ohne Grenzen zu kennen auf.
Ist das nicht dann auf das ganze Leben übergreifend????
Was machen diese Kinder wenn Sie in jugendlichen alter sind oder gar Erwachsen?
Nicht, dass ihr jetzt denkt, ich wurde Misshandelt, aber ist dieses "BITTE" "BITTE" nicht ein Zeichen, von Schwäche der Mutter?
Wieviel "antiautorität" verträgt die Erziehung eines Kindes???